Jüdische Geschichte Kompakt

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Jüdische Geschichte Kompakt

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00:00:15:

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von Jüdische Geschichte Kompakt, dem Gemeinschafts-Podcast des MMZ in Potsdam und das IGDJ in Hamburg.

00:00:26: Mein Name ist Anna Manny ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin am IGDY und zusammen mit meinem Kollegen Björn Siegel habe ich die aktuelle Staffel ohnehörte Geschichte Einblicke in aktuelle musikhistorische Projekte kuratiert.

00:00:39: Mit dieser Staffel wenden wir uns den Thema der Musik in der jüdischen Geschichte und Kultur zu.

00:00:44: In den bereits online gegangenen zwei Folgen haben wir dabei schon unterschiedliche Zugänge und Themenfelder kennengelernt.

00:01:11: Musikgeschichtlichen Langzeitvorhaben, dem Lexicon verfolgter Musiker und Musikerin der NS-Zeit kurz Lex M. gewidmet und Einblicke bekommen wie biografische und musikhistorische Zugänge sich verbinden können und welche Aspekte der Sichtbarkeit dabei relevant

00:01:28: werden.".

00:01:29: Heute werden wir uns einem neuen Thema, einen neuen Aspekt jüdischer Musik widmen und begrüßen ganz herzlich Marta Stellmacher.

00:01:36: Wir freuen uns auf das Gespräch mit ihr!

00:01:39: Und Ausgangspunkt wird dabei die sondagogale Musik in Prag vom XIX Jahrhundert bis zur Shoah sein.

00:01:46: Damit Sie, liebe Hörerinnen und Hörern wissen wer unsere heutige Gesprächspartnerin ist übergebe ich nun an meinen Kollegen Björn Siegel der uns ganz kurz in die Biografie von Marta Stellmacher einführen wird.

00:01:57: Ja, hallo und herzlich willkommen natürlich auch von mir hier bei jüdische geschichte kompakt.

00:02:02: Und ich freue mich natürlich auch auf das Gespräch mit dir Marta und natürlich auf das thema der synagogalen musik dass wir dank deiner expertise heute aufgeblättert bekommen.

00:02:13: zur personen von marta stellmacher ist zu sagen dass sie musikwissenschaftlerin ist und jüdisch liturgische musik erforscht wobei ein schwerpunkt das spannungsfeld materieller und immatrieller Kulturen ist.

00:02:27: Sie studierte Musikwissenschaften, jüdische Studien- und Osteuropa Wissenschaften und wurde an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und an der Karls-Universität Prag

00:02:38: promoviert.".

00:02:39: Ihre Dissertation widmet sich hierbei dem religiösen Leben in Prager Synagogen mit dem Titel von der alten Neuschule zum Jerusalem-Tempel und analysiert die musikalische Praxis in den dortigen Synagogen eben, wie wir schon gehört haben vom neunzehnten Jahrhundert bis zur Shoah.

00:02:56: Darüber hinaus hat sie auch zu anderen Themen publiziert, wie zum Beispiel Orgel-Atlibitum über die Musik der Sammlung des Frankfurter Oberkantors Natan Zarecki.

00:03:06: Die in den letzten Jahren aus der brennenden Synagoge gerettet wurde und auch viele weitere Themen hat sie erforscht und dazu publiziert.

00:03:15: Die Details zu den Publikationen finden Sie natürlich wie immer in den Shownotes zu dieser Folge.

00:03:21: Nach Arbeitsstationen in Paris, wo sie unter anderem den Notenbestand der aschkinasischen Hauptsynagogen inventarisierte oder am Europäischen Zentrum für jüdische Musik in Hannover ist sie heute an der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden für das Konsortium NFDI for Culture tätig und koordiniert dort den NFDI For Culture Help Test – Das Beratungsangebot zu Daten materieller und immaterieller Kulturgüter.

00:03:49: twenty-sixundzwanzig organisierte sie hierzu auch einen Workshop, das heißt zu Quellen des jüdischen Kulturerbes in Sachsen indem die ihre Forschungsinteressen sowohl von der Synagogenmusik bis hin zu den Herausforderungen und Chancen von Forschungsdateninfrastrukturen sichtbar wurden.

00:04:06: Wir freuen uns dass du hier bei Jüdische Geschichte kompakt dabei bist Marta und deine Themen praktisch für uns eröffnest.

00:04:14: also erst einmal herzlich willkommen.

00:04:15: schön dass du dabei bist

00:04:18: Hallo, von meiner Seite und vielen Dank für die Einladung.

00:04:20: Ich freue mich sehr hier zu sein!

00:04:22: Ja wenn wir anfangen uns dem Thema vielleicht generell erst mal zu nähern ist natürlich für uns spannend und sicherlich auch für die Hörerinnen wie man überhaupt an ein solch musikhistorisches Projekt herankommt was sich vielleicht auch so fasziniert hat vor dem Hintergrund auch dass du Musikwissenschaftlerin bist, Judaistin bist aus der Europaforscherin.

00:04:44: Also wie bist du eigentlich zu deinem Forschungsschwerpunkt in der Musikgeschichte gekommen?

00:04:49: Ja das gar nicht so einfach zu sagen... also die zu Tschechien hatte ich schon sozusagen familiäre Beziehungen.

00:04:59: Und dann hatte ich vor dem Studium in Prag gearbeitet, eine Prager jüdischen Gemeinde als Freiwillige.

00:05:05: also so kam der Bezug zur Pragergemeinde und eben meine Studienfecher hast du ja schon genannt.

00:05:13: Als ich dann auf der Suche nach einem Magisterarbeitsthema war, habe ich eben versucht alle diese Fächer miteinander zu verbinden und war dann auf eine Sammlung gestoßen die sogenannte Sammlungs-Altpragasynagogaler Gesänge.

00:05:27: Die in den neunsten hundertreißiger Jahren entstanden ist.

00:05:31: Und das ist eine ganz spannende Sammlungen und dazu habe ich meine Forschung gemacht und mich sehr mit dem Kontext auch beschäftigt in der sie entstanden sind, in der die Gesänge entstanden.

00:05:43: Das sind Gesänge, die in einer kleinen Betstube im Prag gesungen wurden.

00:05:48: Die als sehr orthodox, als alt hergebracht bekannt war und sozusagen in so einem familiären Betstubenkontext gesungen worden.

00:05:58: Ja vielleicht kannst du ja an dem Beispiel gerade auch nochmal etwas darüber sagen was es mit der Tradition Synagogaler Musik auf sich hat oder was Synagogale Musik eigentlich genau ist und welche Bedeutung sie eben auch hat.

00:06:12: Synagogale Musik ist die Musik, die in der Synagoge oder im jüdischen Gebiet erklingt.

00:06:18: Also liturgische Musik.

00:06:20: Ich bin mit dem Begriff Musik so ein bisschen vorsichtig.

00:06:24: also Musik verstehen viele auch implizit als instrumentale musik.

00:06:29: das ist in dem fall gar nicht gemeint.

00:06:31: also deshalb habe ich in meinem buch zur grager jüdischen Gemeinde eben eher dann von liturgischer Praxis gesprochen oder religiöser Praxis, einfach auch deshalb weil das ein Phänomen der Moderne ist die Musik abgetrennt zu betrachten.

00:06:45: Traditionellerweise oder eigentlich im jüdischem Kontext ist Musik ein oder der Klang Einfach in herrenter Teil.

00:06:54: Also das gehört zur Liturgie, denn den separiert man nicht und deshalb spreche ich eigentlich lieber von liturgischer Praxis.

00:07:00: also für mich umfasst Musik letzten Endes alle Arten von Klang von Gesang der in der Synagoge erklingt oder beim Gebet und aber eben sehr in das Ritual eingebunden ist.

00:07:11: Und das ist was ich eben auch spannend finde gerade so die Übergänge vom weltlichen zum zum religiösen.

00:07:19: Das Spannungsfeld dazwischen, wo geht es ineinander über?

00:07:21: Wo grenzt sich's

00:07:22: ab?".

00:07:23: Ja das ist eigentlich ganz wichtig.

00:07:24: Dass uns nochmal diese Zuschreibung oder die Kategorisierung von Musik sozusagen aufzuzeigen dass es eben vielleicht mehr ist was man sich eigentlich so vorstellt und besonders wenn wir uns den Bezug zur liturgischen Praxis-Videos ja gerade auch benannt hast vielleicht noch mal vor Augen führen.

00:07:40: Was würdest du da sagen, ist die besondere Rolle von Musik in dieser Praxis?

00:07:46: Also in der vielleicht auch Formierung von Gemeinschaft, Formierung von Religion.

00:07:50: Gibt es da bestimmte Aspekte, die dir in deiner Forschung entgegengetreten sind?

00:07:55: also was sozusagen macht Musik in der Praxis aus?

00:07:59: Generell denke ich das ist ein sehr großen Anteil ausmacht Auch wenn das den Menschen nicht unbedingt bewusst ist.

00:08:05: In der Forschung habe ich mir vor allem angeguckt Ich ran gegangen, dass ich geschaut habe.

00:08:12: Also mit den Untersuchungszeitraum genommen von etwa Mitte des neunzehnten Jahrhunderts teilweise auch eher bis zur Schuhe.

00:08:20: Das einfach als wesentlichen Bruch, wo dann die Gemeinde auch ganz anders weiter funktionierte und mich hat interessiert in welcher Weise eben Musik da eine Rolle spielt?

00:08:30: Auch in der Gemeinde ja im ganzen gemeinschaftlichen sozialen Kontext von Gemeinden.

00:08:37: Um zu untersuchen, welche Musik oder welcher Klang in welchen Synagogen war musste ich natürlich erst mal wissen.

00:08:43: Welche Betorte, welche Synagugen gab es denn in Prag?

00:08:47: Und die Frage klingt jetzt trivial aber war's tatsächlich gar nicht!

00:08:51: Denn die... also Prag ist ja eine sehr wichtige Gemeinde mit einer langen fast ungebrochenen Geschichte bis ins zehnteelfte Jahrhundert zurück und das gibt einige Synagogen, die als Synagogengebäude auch schon alt sind und schon lange funktionieren.

00:09:09: Aber es gibt oder es gab eben auch viele kleine Betstuben, die so gar nicht bekannt sind, die eben kein eigenes Gebäude hatten, die von Familien betrieben wurden oder von Betvereinen, die in der Geschichtsschreibung kaum auftauchen oder im heutigen... aus dem heutigen Gedächtnis verschwunden sind.

00:09:33: Diese Suche nach den Betorten hat sich ziemlich in die Länge gezogen, weil es auch einfach zwei oder drei Jahre gedauert hat bis ich den wesentlichen Archivbestand dafür gefunden habe und eben einsehen konnte.

00:09:47: Das war dann sehr spannend zu sehen.

00:09:50: Letzten Endes hat sich für mich – ich nenne das im Buch Die Synagogen Landschaft von Prag hat sich herauskristallisiert, dass eben Prag sehr vielfältig war mit neun Synagogengebäuden.

00:10:04: Also die meisten davon stehen noch sechs.

00:10:06: Stehen noch drei wurden abgerissen im Rahmen der Assanierung.

00:10:10: und neben diesen großen Synagugen gab es zwanzig bis dreißig kleinere Beedstuben oder Beedsäle Und man kann beobachten das wirklich Ende des neunzehnten Jahrhunderts nach und nach diese Beedsähle sich zusammenschließen Und dann, als das ehemalige jüdische Viertel abgerissen wird um die Jahrhundertwende, kaum noch diese kleinen Synagogen bestehen.

00:10:32: Also diese große Tendenz sozusagen von auch Kleingemeinschaften hin zu den immer größerwertenden Synagogengemeinden mit dann auch entsprechender anderer Musik – das fand ich ganz spannend!

00:10:48: Du hast jetzt schon sehr eindrücklich erstmal so eine Spurensuche beschrieben, also überhaupt erst mal die Synagogen und die verschiedenen Betstuben ausfindig zu machen.

00:10:57: Und du hast es glaube ich eben einer Synagogenlandschaft, die dann durch deine Recherchen entstanden ist genannt?

00:11:04: Wie hast du es denn geschafft diese Synagogelandschaft sozusagen zum Klinge zu bringen?

00:11:09: Also diese Spuren suche stelle ich mir noch komplexer vor wirklich herauszufinden welche Form von synagogalen Gesängen es überhaupt gab und diese vielleicht auch sogar wieder hörbar zu machen.

00:11:25: Ja, das ist nicht ganz einfach.

00:11:27: also die Quellen, die ich hatte sind besonders auf diese kleinen Betszähle bezogen vor allem die Akten der Gemeinde.

00:11:36: dazu kommen noch Zeitungsberichte teilweise auch Egodokumente von Menschen in solchen Gemeinden aktiv waren, aber tatsächlich erfahren wir zur Musik oder zur liturgischen Praxis sehr wenig und es gibt auch nur sehr wenige Fotos von einigen kleinen Beetstuben.

00:11:54: Wir haben andererseits im Archiv des jüdischen Museums in Prag und auch in der Jüdischen Gemeinde einen großen Notenbestand.

00:12:03: und wenn man sich den aber genauer anguckt das ist Musik die für Chöre vor allem Vorliteratur also gemischten Kur oft, also Kompositionen oder eben auch Gesänge für Köre und teilweise auch Orgel die dort erhalten sind in großer Zahl.

00:12:25: Was wiederum?

00:12:26: Eben in den traditionellen Sonnagogen und gerade diesen kleinen Beetstuben, wie das liturgische Praxis lief wissen wir relativ wenig weil es einfach dazu dann keine schriftlichen Dokumente gibt.

00:12:40: Und das ist so dieses Missverhältnis eigentlich zwischen oder was du Björn am Anfang auch sagt, dass mit diesem materiellen und immateriellen oder dem mündlichen und schriftlichen.

00:12:51: Also das ist wirklich ein großes Missverhalten von dem Material etwas da ist.

00:12:56: also wenn wir wirklich nach den Noten gehen würden würde man denken ja überall wurde natürlich gab es Chorgesang.

00:13:02: So war's aber natürlich nicht sondern es ist einfach zum einen großer Teil ist eben einfach mündliche praxismündliche Überlieferung gewesen und letztlich auch bis heute, die hier nicht verschriftlicht wird.

00:13:17: Es ist eigentlich ganz spannend dass sozusagen die Veränderungen der Praxis und des musikalischen in den Beetstuben oder größeren Synagogen so zu sagen dadurch sichtbar wird und sich auch in die Quellen abbildet.

00:13:29: hast du in deiner Forschung vielleicht den Weg über die Biografien, über deren Musik produzieren auch nutzen können, um Quellen zu finden.

00:13:38: Um vielleicht Audiobeispiele vielleicht auch zu finden die an bestimmte Personen, Vorbeter, Chassan, Chorsängerinnen und Sänger.

00:13:47: also sozusagen war der Zugang über Biografie hinzu Audioquellen ein Weg den du nutzen konntest?

00:13:53: Also ich habe mich tatsächlich viel mit den Biographien auch beschäftigt Und da bin ich eigentlich mit so einer Bestandsaufnahme erst mal ran.

00:14:01: Ich habe wirklich gesammelt, sämtliche Namen, die ich finden konnte von Vorbetern und Organisten.

00:14:09: Von den Sonnagogenbus-Orgeln.

00:14:11: Und von Chorleitern.

00:14:14: Und habe darüber prosopographisch versucht ein Bild zu zeichnen wie da eigentlich... Also wer waren die Akteure der Liturgie?

00:14:25: Und tatsächlich bin ich darüber auch, teilweise auch zu Quellen gekommen.

00:14:31: Aber letztlich bin ich dann wirklich von den Notenbeständen ausgegangen und ich hatte irgendwie... Also ich kannte den Notendestand des Archivs des Prager jüdischen Museums und war überzeugt jetzt muss doch noch mehr geben!

00:14:46: Ich habe in Wien gesucht verschiedensten Museen oder Archiven auch recherchiert und habe tatsächlich eigentlich nichts gefunden, fast nichts gefunden.

00:14:59: Ich würde gerne einfach nochmal an der Stelle erzählen von dem Notenbestand der jüdischen Gemeinde in Prag weil das ist eine ganz typische Geschichte.

00:15:09: In Prag gibt es, das ist möglicherweise bekannt die Synagoge, große Synagoe in der Jerusalemska Straße.

00:15:18: Die ist nicht weit vom Hauptbahnhof in Prag, so eine im sogenannten maurischen Stil erbaute Synagoge von six.

00:15:27: Und dort gibt es auch eine große Orgel die gespielt wurde und auch jetzt wiedergespielt wird seit ihrer Restaurierung.

00:15:37: Und neben der Orgel gibt's oben auf der Empore stand ein kleiner Schrank voller Noten Mit eben Chornoten und Orgelnoten.

00:15:51: Und das war wirklich der Notenbestand von vor der Schuhr, der einfach dort immer stehen geblieben ist.

00:15:58: Und dann über zehn Jahre hat sich einer in der Gemeinde dessen angenommen.

00:16:08: Dazu kommt noch dass der Vater des Prage Oberrabinards Warzlaff Pettere, selbst Organist ist und sich einfach auch für die Orgel eingesetzt hat.

00:16:20: Deshalb wurde sie ja auch restauriert.

00:16:22: Und im Jahr zwei Tausend Dreizehn konnte ich dann – also war ich auch sehr froh darüber – hat mich die Gemeinde gefragt ob ich die Noten inventarisieren kann?

00:16:31: Die wurden dann ins Archiv aufgenommen und sind damit jetzt überhaupt erst zugänglich!

00:16:36: Das ist so ein bisschen typisch weil es in vielen Gemeinden irgendwo so einen Schrank gibt Wo einfach die Noten von früher liegen, die nicht mehr gebraucht werden.

00:16:45: Weil es eben keine Köhre mehr gibt, Orgeln meistens auch nicht mehr und das Rabatoir war es eben vor naja hundertzwanzig Jahren gängig war Einfach gar nicht mehr bekannt ist.

00:17:03: Und wie bist du damit umgegangen?

00:17:04: Das einerseits hast du ja betont die zentrale Rolle von Gesangen in der liturgischen Praxis, die wichtige Rolle von mündlicher Überlieferung und gleichzeitig sozusagen der Vermutungen dass es durchaus Aufzeichnungsnoten gibt.

00:17:17: Die aber eben nicht Eingang in Archive finden aus den unterschiedlichsten Gründen.

00:17:21: Wie geht man mit diesen Lehrstellen um und kann trotzdem sichtbar machen das es eben diese Praxis gab und gibt obwohl man vielleicht nicht die Quellen hat um das so zu belegen?

00:17:32: Ich weiß gar nicht, ob ich darauf eine gute Antwort geben kann.

00:17:36: Ja das ist total schwierig.

00:17:37: also letzten Endes versuche ich mich ja auch dem anzunähern eben durch textliche Beschreibung.

00:17:43: aber ja dass es so ist eben gerade wie greift man das?

00:17:47: Wie beschreibt man das im materielle?

00:17:48: Wie greift Man das?

00:17:50: Ich würde jetzt an der Stelle nochmal zurückkommen auf das was ich am Anfang gesagt habe wo ich mich womit ich mich bei der mit der Magisterarbeit beschäftigt hab in dem Fall war's so in den.

00:18:00: In den letzten Jahren hat ein Rager Arzt und Vorbeter Salomon Lieben einen jungen Komponisten angesprochen, der aus Deutschland geflohen oder nach Prag gegangen war.

00:18:13: Ob er nicht die Gesänge, die in seiner Beetstube gesogen werden, aufschreiben könnte um sie zu erhalten?

00:18:19: Weil er schon damals davon ausgeht das wird nicht mehr ewig so weitergehen.

00:18:23: Die Beetstuben werden kleiner sind.

00:18:25: Das waren wenige Mitglieder von einer Familie, der lieben Familie die sich dort eben zum Gebet versammelt haben.

00:18:33: Und Siegmund Schul so ist der junge Komponist hat also mit ihm in vielen, vielen Sitzungen diese Gesänge aufgeschrieben und daraus ist eine Sammlung entstanden von über hundertfünfzig Gesängen wo sie systematisch nach Anlässen also Schabbat feiert verschiedene Feiertage auch die Tora-Kantilation.

00:18:58: Und das ist sehr spannend, weil es aus der Initiative des Mitglieds dieser Gemeinschaft kommt, der eben jemanden angesprochen hat und gesagt hat hier kannst du das bitte aufschreiben?

00:19:08: Das war dann ein größeres oder langes Projekt.

00:19:12: bis nineteenundvierzig haben sie es tatsächlich gemacht, bis an der Arzt deportiert wurde.

00:19:19: Daran haben da noch ein paar andere mitgearbeitet.

00:19:24: Der Sigmund Schul, der Musikstudent hat das auch als größeres Projekt gesehen.

00:19:28: Als musikwissenschaftliches.

00:19:30: er wollte die Gesänge analysieren und nach Herkunft sortieren sozusagen also das passt so in das Musikverständnis jener Zeit dass man dachte ja gut aus den Melodien kann man jetzt den Ursprung irgendwie wieder herstellen oder rekonstruieren ob das nun orientalischer Herkünft ist oder osteuropäischer Standpunkt nicht haltbar, aber auf jeden Fall haben wir dadurch eine ganz tolle Sammlung von eben mündlich überlieferten Gesängen.

00:20:04: Ich habe ein Hörbeispiel mitgebracht.

00:20:06: das ist die älteste Aufnahme, die wir kennen von jüdischer Musik aus den bümischen Ländern und Die wurde in sechs in Prag gemacht auf einer Wachswalze.

00:20:19: Das war also die gängige Technik der damaligen Zeit, also das was man eben hatte um Tonaufnahmen zu machen und das Spannende ist dass wir hier David Lieben hören.

00:20:30: Also auch ein Mitglied aus der Liebenfamilie in der dann eben dreißig Jahre später diese Sammlung entstanden ist und er singt die Termin, also die Rezitationen der Hafterer Lesungen und einen Vers aus einer Haftera, also aus einem Profetenabschnitt.

00:21:16: Erst mal herzlichen Dank für dieses Tonbeispielen, das uns ja wirklich auch noch mal vor Augen führt.

00:22:06: Mit welchen Materialien du auch arbeitest?

00:22:08: Wir haben jetzt auch schon viel gehört über sozusagen den Ort wo das sozusagen alles lokalisiert ist sei es die Sammlung, die wir uns näher gebracht hast, die dich lange begleitet haben, die Synagogenlandschaft, die du dir angeguckt hast mit auch welcher Bedeutung Musik in den verschiedenen Synagugen und in der litorischen Praxis haben konnte sowohl also in den großen Synagogen als auch in den Betgemeinschaften.

00:22:33: Die Frage ergibt sich bei mir so ein bisschen, ist Prag damit sowas Besonderes?

00:22:38: Als Out in dieser liturgischen musikalischen Praxis und auch in der Vielfältigkeit die sich dadurch abbildet?

00:22:46: oder würdest du eher sagen das ist praktisch beispielhaft für eine ganze Entwicklung die sich in jüdischen Gemeinden, in Europa stattgefunden hat.

00:22:58: Welche Bedeutung hat letztendlich der Ort Prag und die Synagogenlandschaft, die du aufgeblättert hast in deinen Forschungen?

00:23:06: Ich denke es kann eher beispielhaft gesehen werden im neunzehn Jahrhundert kommt's in vielen Orten oder eigentlich in ganz Europa zu einer liturgischen Reformbewegung.

00:23:16: darüber haben wir jetzt noch gar nicht groß gesprochen beziehungsweise habe ich es nur erwähnt.

00:23:20: das gab dann Köre.

00:23:22: Das ist eine lange Entwicklung.

00:23:23: Und Prag ist dort an der Stelle jetzt nicht irgendwie ein Vorreiter, also ich habe versucht über die Entwicklungen in den einzelnen Synagogen auch zu schauen wie diese liturgische Reform in Prag eigentlich vor sich ging und sich entwickelt hat.

00:23:42: Musik ist dabei eben ein wesentlicher Aspekt.

00:23:46: aber andere Aspekte sind eben auch die Sprache also das Beten oder Singen in der Landessprache, in dem Fall in Pragdeutsch.

00:23:57: Vor allem später dann auch Tschechisch aber auch des Einführen von Predigten überhaupt.

00:24:04: so ein ja verbürgerliches Verständnis vom Gemeinde, stärkeres Verständnis Judentum als Religion und aber eben auch eine Estetisierung des Gottesdienstes.

00:24:18: Es sollte auch schön klingen, nicht so durcheinander und dazu braucht man natürlich Köre damit die Gemeinde sozusagen geleitet wird und das auch schön zusammenklingt oder teilweise vielleicht sogar der Gemeindegesang eher übertönt wird.

00:24:33: Und das ist eigentlich das gängige Verständnis von der Entwicklung, dass die liturgische Reformbewegung kommt dann eben auch Spaltung in verschiedene Strömungen im Judentum.

00:24:46: Ich habe aus meiner Forschung den Eindruck also gerade in Prag das es wirklich ein langer Prozess war, dass es kein abrupter Bruch ist sondern ja in wirklich mühsam oder teilweise sehr scharfen Konflikten das nach und nach ausgehandelt wurde Und in Prag ist es so gewesen Die Kultusgemeinde, die Oberaufsicht hatte über die Synagogen.

00:25:11: Aber trotzdem diese privaten Betstuben gab, die eben selbst ihre liturgischen Entscheidungen treffen konnten.

00:25:18: und in den großen Synagogen hat die Gemeinden schon, also die Gemeinderautoritäten eben auch gewissen Einfluss ausgeübt und die haben sehr darauf geachtet dass dann als eine Reform nicht mehr aufzuhalten war das trotzdem ausgewogen blieb.

00:25:31: Und das ist eben ganz spannend aus dem Gemeindearchiv zu lesen, wie darüber diskutiert wurde und teilweise auch über Melodien.

00:25:44: Welche Melodiene man will und was man nicht will?

00:25:46: Von wem man jetzt die liturgischen oder die Gebetstexte neu komponierte Komposition verwendet oder eben nicht?

00:25:58: Also den Anfang hat in Prag der sogenannte Geist-Tempel gemacht.

00:26:03: Also die Synagoge in der Geistgasse durch Neolöse, wo die Synagroge an den Vereinen für geregelten Gottesdienst übergeben wurde.

00:26:16: Man wollte diesen geregelte Gottesdienste und das war sozusagen der Anfang.

00:26:20: Und jetzt würde ich gerne das zweite Musikstück abspielen, dass ich mitgebracht habe weil es eben Geistempel zusammenhängen.

00:26:29: Das Musiksteg, was wir jetzt hören ist das Schofaulied von Moritz Perles.

00:26:34: Perles war von eighteenhundertzwanzig bis achtzehnhundertvierundsiebzig also über dreißig Jahre lang zunächst Kantor und dann Oberkanto am Geistempel und hat dort wesentlich einen Einfluss auch auf die Liturgie genommen.

00:26:49: Und zwar hat er mit Saul Isar kämpft.

00:26:52: Das war der Prediger an der Synagoge zusammengearbeitet.

00:26:56: Die haben gekämpft, hat auch neue Gebete geschrieben und Perelis hat sie vertont.

00:27:03: was wir jetzt ganz gut hören das will ich kurz noch vorher sagen ist dass Schofa-Lied für die hohen Feiertage gedacht und das hat im Kämpf und Perlis sozusagen um das Schofarblasen.

00:27:17: an den Feiertagen haben sich deutsche Gebete noch reingenommen in die Liturgie und in dem Text geht es, man versteht das im Gesang nicht so ganz so gut.

00:27:29: Der Text heißt genahet ist die ernste Stunde wo Gott der Herr den Thron besteigt, wo Preis erscheint aus jedem Munde und jedes Haupt vor ihm sich neigt.

00:27:38: Die Engels scharren Zittern Beben beim Schmetternden Saunenton.

00:27:42: also da geht's um das Schuffa Denn streng geprüft wird aller Leben und zugemessen Straf- und Lohn usw.

00:27:50: Das geht also hier wirklich um diesen Moment zu den hohen Feiertagen, wo die Menschen eingeschrieben werden ins Buch des Lebens oder des Todes.

00:28:01: Und das ist musikalisch sehr schön umgesetzt.

00:28:04: Man hört das dramatisch von einem Chor-Unison und wie sich das dann aufbaut.

00:29:47: Was ich übrigens auch ganz schön finde in dieser Aufnahme der tschechische Akzent von den Sängern und Sängerinnen.

00:29:55: Die Aufnahme stammt von zwei Tausendsechzten und ist entstanden als eine Aufnahme für eine CD, die die jüdische Gemeinde in Prag herausgegeben hat.

00:30:07: Um sozusagen diesen Dienoten, die aus dem Schrank da in der Jubiläums-Synagogie gefunden wurden auch höherbar zu machen.

00:30:16: Und dann hat die Gemeinde eben eine CD gemacht, die sie an ihre Mitglieder... verteilt hat.

00:30:23: Und sozusagen aus diesen Noten, die ich da inventarisiert habe haben wir dann ein paar Stücke rausgesucht, die dann von einem Tschechischen Chor eingesungen wurden.

00:30:35: und warum ich das jetzt aber auch sage mit diesem tschechischem Akzent womit ich mich auch beschäftigt hab ist diese Vielsprachigkeit mehr Sprachigkeit.

00:30:44: Das hatten wir gerade schon angesprochen.

00:30:48: in Prag war es so dass die Gemeinde vor allem Deutschsprachig waren.

00:30:52: Ab der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts kam dann stark dieser tschechisch-nationale Bewegung auf und das spiegelt sich auch in der Gemeinde wieder.

00:31:00: Und dann hat sich in den Achtzen, Achtzigerjahren ein Betverein gebildet, Orto mit die eben alles was in den Synagogen mit geregelten Gottesdienst auf Deutsch lief also bestimmte Gebete oder Gesänge diese dann eben auf Tschechische gesagt haben.

00:31:16: und man kann sozusagen in dem in der gemeinde unter den Synagogen auch eine Auseinandersetzung miteinander auch so diese gesamtgesellschaftlichen Bewegungen sehen.

00:31:28: Und ich fand es ganz spannend, in den Noten zu sehen wie sich das widerspiegelt will, wie man in den älteren Noten von der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts eben vor allem dieses natürlich hebräisch aber da eben auch deutschsprachige hat und dann irgendwann eben manchmal auch der tschechische Text drübergesetzt wurde also dass man dann die Gebete übersetzt hat ins tschecherische sich auch zusammensetzen aus nicht jüdischen Chorsängern und Chorsängerinnen, die eben im Alltag verschiedene Sprachen sprachen.

00:32:02: Ja, vielen Dank auch für dieses eindrückliche Beispiel an dem sich jetzt ja nochmal eigentlich ganz schön zum ja schon beinah wieder Ende dieser Sendung so unterschiedliche Aspekte auch zusammenführen lassen.

00:32:12: Also die Frage was eigentlich über liturgische Praxis, über Gesang, über Musik ausgehandelt wird wie sich das im Laufe der Zeit durch die Reformbewegungen eben auch verändert hat?

00:32:21: Auch im Hinblick auf erste Audioaufnahme, die wir jetzt gehört haben.

00:32:27: Wie sich aber auch die Vergangenheit wieder hörbar machen lässt und wie sich Speichermedien verändern?

00:32:33: Also hatten wir es am Anfang mit der Wachswahl zu tun.

00:32:36: ist das jetzt eine Aufnahme, von einer CD kommt.

00:32:40: Und von der CD komme ich jetzt zu noch einem letzten Aspekt den wir ganz kurz ansprechen wollten nämlich die Frage der Digitalisierung.

00:32:49: du bist ja auch bei NFDI vor Culture Tätig.

00:32:53: Und da spielen ja auch die Frage von digitalen Infrastrukturen und wie die Digitalisierung, die Musikwissenschaft

00:33:00: verändert

00:33:01: aber vielleicht auch bereichert und wie eben bestimmte Tonaufnahmen für die Zukunft oder erst mal für die Gegenwart zugänglich gemacht und bewahrt werden können.

00:33:11: Magst du da vielleicht abschließend noch so ein paar kleine Aspekte vor dem Hintergrund einer eigenen Forschung, die großen Herausforderungen und Themen sind?

00:33:24: Also eine große Herausforderung ist natürlich der rechtliche Rahmen.

00:33:30: Man kann Aufnahmen nicht einfach so frei verfügbar machen sowie es eben Open Science verlangt dass Daten offengelegt werden und verfügbare gemacht werden.

00:33:40: das ist für Leute aus der Chemie oder Physik viel einfacher ihre Daten zu veröffentlichen.

00:33:48: Also das ist sozusagen der Aspekt bei Aufnahmen, bei Noten haben wir es tatsächlich auch, dass es einfach auch Verwertungsrechte gibt die das nicht ermöglichen, das so freizugänglich zu machen wie andere Daten aus anderen Fächern.

00:34:04: Generell also auch aus der Erfahrung von der Beratung von Forschungsprojekten wäre so ein Wunsch von mir, eigenen kleinen Datenbanken denkt weniger Datensilo, sondern eben stärker Richtung Vernetzung von den Daten die eben möglich sind zu zu veröffentlichen.

00:34:26: Also ich selbst habe das bei meinem Buch dann gemacht dass sich die biografischen Daten die ich zusammengetragen hab eben veröffentlicht hat, dass ich einige Aufnahmen zumindest wo es eben rechtlich möglich war veröffentlicht habe.

00:34:42: Ja ich glaube es zeigt uns Anhand deines Themas, wie vielfältig eigentlich solch musikhistorische Projekte sind und wie wichtig die Themen sind über Quellen, über gesellschaftliche Veränderungen.

00:34:58: Was ist denn eine gewisse rituelle Praxis?

00:35:01: Also wie anknüffungsfähig und vielfältig sozusagen diese Projekte uns eigentlich Antworten bieten können auf die Fragen, die wir darin stellen.

00:35:10: Am Ende einer jeden Folge – und wir sind leider schon am Ende – fragen wir unsere Gäste immer gerne danach ob sie vielleicht nochmal einen Tipp ein Hinweis hätten wo Sie das Thema Nachklingen lassen könnten, wo sie noch mal nachdenken können.

00:35:28: Weiterlesen könnten... Hättest du da was für unsere Hörerinnen und Hörern im realen oder digitalen Raum?

00:35:35: Wo Sie das Thema, was wir heute besprochen haben nochmal auf sich wirken lassen könnten?

00:35:43: Also am liebsten mit der Musik selbst!

00:35:45: Und zwar in Konzerten oder eben im Gottesdienst-Kontext, im liturgischen Kontext.

00:35:54: Aber auch im digitalen Raum gibt es viel jüdische Musik zu hören.

00:36:00: Zum Beispiel das Institut Europäern, dem Musikstief in Paris stellt viel Musik auch hörbar zur Verfügung.

00:36:10: National Library of Israel hat auch tolle Bestände und es gibt weitere Archive des Milkan Archiv zum Beispiel die sich auf jüdischen Musik fokussieren, wo man auch einfach sehr viel Informationen ringsum zu Komponisten und Persönlichkeiten aus der liturgischen jüdischen Musik findet.

00:36:35: Ja vielen Dank für diese Tipps!

00:36:36: Da werden wir natürlich gerne auch in den Shownotes drauf verlinken so dass unsere Hörerinnen und Hörern diesen Hörempfehlungen dann auch nachgehen können und das Thema noch einmal vertiefen.

00:36:46: Damit sind wir jetzt am Ende und danken dir liebe Marta noch einmal ganz herzlich für dieses sehr interessante und aufschlussreiche Gespräch.

00:36:55: Vielen Dank an euch, vielen Dank für die Einladung hat mir Spaß gemacht!

00:36:59: Und wir danken natürlich dir und ich danke dir Anna dass wir das gemeinsam wieder gemacht haben und schalten sie natürlich auch wieder beim nächsten ersten Freitag ein bei Jüdische Geschichte Kompakt wenn wir dann schon wieder in die Abschlussepisode gehen der neunzehnten Staffel zum musikhistorischen Thema.

00:37:15: Bis dahin, bleiben Sie gesund und interessiert.

00:37:17: Wir hören uns!

Über diesen Podcast

Herzlich Willkommen bei Jüdische Geschichte Kompakt.

Auf unserem neuen Kanal können Sie einzelne Forschungsprojekte zur deutsch-jüdischen Geschichte und Gegenwart genauer kennenlernen und neue Perspektiven auf vermeintlich Alt-Bekanntes erhalten.

In unterschiedlichen Staffeln können Sie so wie durch ein Schlüsselloch einen Blick auf das weite Feld der Forschung zur deutsch-jüdischen Geschichte werfen und dabei gleichzeitig ganz bequem von zu Hause aus Neues und Interessantes über unser Land und unsere Geschichte erfahren. Die Staffeln werden mal gemeinsam, mal abwechselnd vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden (www.igdj-hh.de) in Hamburg und dem Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien (www.mmz-potsdam.de) in Potsdam bespielt.

An jedem ersten Freitag im Monat wird eine neue Folge des Podcasts online geschaltet und damit ein neuer Blick auf die jüdische Geschichte und Gegenwart freigegeben.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Reinhören. Bleiben Sie interessiert und gesund!

Ihr Jüdische-Geschichte-Kompakt-Team

von und mit Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg (Björn Siegel) und Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien, Potsdam (Miriam Rürup)

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